Die Lebensphilosophie des “YOLO” (#2: Reflexion der Philosophie)

Phil Eidos

Meine erste Analyse zur YOLO-Philosophie muss noch zu Ende gebracht werden. Um dies zu tun, möchte ich hier versuchen, das Kontinuum möglicher Lebensphilosophien auszubreiten, in das die YOLO-Philosophie eingeordnet werden kann, damit ihr Standpunkt mehr Klarheit gewinnt. Es handelt sich dabei weniger um eine Kritik dieser Lebensweise, als vielmehr um ein verstehendes Einordnen von „YOLO“.

Dazu soll mir die Typologie von Platon verhelfen, die drei Arten des Strebens nach einem Gut voneinander unterscheidet und damit meines Erachtens alle möglichen Kombinationen abdeckt, wie man sich lebensphilosophisch ausrichten kann. Man kann entweder:

  1. das Glück „Hier und Jetzt“ anstreben, ohne die Konsequenzen und die längere Perspektive dabei zu bedenken…
  2. das „Hier und Jetzt“ nur dafür nutzen, zu einem Ergebnis zu kommen, in dem man sich ein Glück erhofft, oder…
  3. versuchen eine Kombination zu finden, bei der sowohl die aktuelle Gesinnung, als auch die Zukunftsperspektive, Beachtung findet.

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Die Lebensphilosophie des „YOLO“ (#1: Was ist „YOLO“?)

Um die Menschen und Ideen der Gegenwart zu verstehen, kann es hilfreich sein, sich trendige Redewendungen und Mottos anzusehen und zu fragen, was sie bedeuten und was für ein Lebenskonzept vor-bewusst mit diesen Sprüchen mitgedacht ist. In den letzten Jahren waren dies unter jüngeren Leuten etwa folgende:

  • „YOLO“ (= You Only Live Once)
  • „No risk, no fun“
  • „Läuft bei dir“
  • „Gönn dir“
  • „Ich feier dich“

Große Kreise machte auch das Video eines Poetry Slams von Julia Engelmann, in welchem sie die Zuhörer dazu aufrief, wild ins Leben zu starten, verrückt zu sein etc. Damit trifft auch dieses meines Erachtens die „YOLO-Philosophie“. Schau mal rein und beobachte, was diese Worte – verbunden mit der charismatischen Ausdrucksweise – bei dir auslösen – allein das ist schon ein Schlüssel für das Verständnis der YOLO-Philosophie:

Was ist YOLO?

Welche Lebensphilosophie steckt hinter diesen Sprüchen, die man von Zeit zu Zeit bei Gesprächen erlauschen kann und im Internet unter allerlei „Hashtags“ verstreut sieht? Ich werde mich an einer ersten Systematisierung der verschiedenen Elemente versuchen, die ich hinter dieser Lebensweise finde. Ein zweiter Beitrag wird die Philosophie dann einer Kritik unterziehen.

Immanenz statt Transzendenz

Die Ansage, dass man nur einmal lebt (YOLO), geht zunächst davon aus, dass der Mensch keine Seele besitzt, die unabhängig vom Körper existieren kann (= Physikalismus, Monismus). Damit lebt der Mensch also nicht mehr ein Leben in Vorbereitung auf ein Jenseits (westliche Religionen), oder sieht es als eine Durchgangsstufe für weitere Inkarnationen/Wiedergeburten (östliche Religionen).

Viel eher wird die Transzendenz eines Jenseits verbannt zugunsten einer Absolutsetzung der Immanenz des Diesseits. Die berühmte Diagnose Nietzsches („Gott ist tot“) zeigt hier also den besten Beweis im Denken des Alltagsmenschen: Das Absterben der Religion und Metaphysik kann nur dazu führen, dass man das einmalige Leben hier auf dieser Erde in diesem Körper (der insbesondere ein mit der Lustfähigkeit begabter Körper ist) vollständig auskosten soll.

Existenzialismus: Gestalte Deine Existenz so, dass du nichts bereuen wirst

Die wiederkehrende Stelle beim Peotry Slam von Julia Engelmann (dem Refrain des Reckoning-Song von Asaf Avidan entlehnt) ist:

„Eines Tages, baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein. – und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.“

Und es endet mit mit der Wendung dieses Satzes weg vom Konjunktiv zum angestrebten…

„Also los, schreiben wir Geschichten,
die wir später gern erzählen.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.“

Es zeigt sich: Entscheidend für das gute Leben sind die Geschichten, die während des Lebens in Form von Erfahrungen/Erlebnissen geschrieben werden. Es geht weniger darum, sich zu einer bestimmten Person zu machen, die Seele zu einer Tüchtigkeit (Tugend) zu bringen, wie man es aus der antiken Philosophie kennt. Auch geht es nicht um die Vorbereitung der Seele für den Tod oder ein Jenseits.
Es geht um die Abspeicherung von Erfahrungen, die man sich später wie ein Fotoalbum anschauen kann, um zufrieden sagen zu können: „Ich habe aus vollen Zügen gelebt!“

Damit steht die YOLO-Philosophie dem Existenzialismus sehr nah, der da besagt, dass man seine Existenz, in die man geworfen wurde, so gestalten soll, dass man am Ende darauf zurückblicken kann und zufrieden mit jeder Entscheidung ist (z.B. Camus).

Dem liegt bereits zugrunde, dass es keinen höheren Sinn für unsere Existenz gibt, wir also keine Natur oder Wesen haben, sondern wir als Menschen uns selbst definieren können und müssen – diese Ansicht findet sich in meinem studentischen Milieu fast durchgehend.

„Der Sinn des Lebens ist leben“,
das hat schon Casper gesagt,
„let´s make the most of the night“,
das hat schon Kesha gesagt.
Lass uns möglichst viele Fehler machen,
und möglichst viel aus ihnen lernen.

Wichtig ist dabei, dass nicht eine höhere Instanz als der einzelne Mensch selbst den Maßstab vorgibt, wann das Leben „gut“ geführt war, sondern wir selbst eine Definition eines gelungenen menschlichen Lebens vor uns setzen können und dann den Mut aufbringen müssen, diese auch zu durchleben – die Verantwortung liegt bei uns:

„Wenn wir dann alt sind
und unsere Tage knapp,
und das wird sowieso passieren,
dann erst werden wir kapieren,
wir hatten nie was zu verlieren –
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.

Man vergleiche das mit dem Existenzialisten Sartre, der da sagt:

„Also gibt es keine menschliche Natur, da es keinen Gott gibt, um sie zu entwerfen. Der Mensch ist lediglich so, wie er sich […] will und wie er sich nach der Existenz konzipiert […]; der Mensch ist nichts anderes als wozu er sich macht.“1

„Wählen dies oder jenes zu sein, heißt gleichzeitig, den Wert dessen, was wir wählen, bejahen, denn wir können nie das Schlechte wählen. Was wir wählen ist immer das Gute […].“2

Diese Botschaft steckt auch bei Julia Engelmann drin: Lass dich nicht bremsen von der Angst das falsche zu wählen. Tu es einfach! Es kann nur gut sein.

Den Moment leben

Nicht nur das Diesseits im Allgemeinen soll gefüllt werden, sondern auch der gegenwärtige Moment. YOLO möchte den Exzess des Augenblicklichen leben und der vernünftigen Planung keinen Platz geben: Der Blick soll sich auf das Jetzt richten, nicht auf das Zukünftige – die „Leichtsinnigkeit“ wird betont.

Der Fokus liegt bei der YOLO-Lebensphilosophie nicht auf den möglichen Konsequenzen, sondern nur im Tun selbst – negative Nebenfolgen werden ausgeblendet, nach Max Weber wäre es also ein wertrationales Handeln. Hier ist möglicherweise eine Abwehr des bürgerlichen Strebens nach „Sicherheit“ zu sehen: Nicht auf eine gute Rente, einen Bausparvertrag etc. soll man hinleben, sondern auf die nächste Party, den One-Night-Stand – den unmittelbaren Exzess.

Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehme mir zu viel vor –
und ich mach davon zu wenig.

Erkenntnistheoretischer Skeptizismus

Das viele Philosophieren über die großen Fragen des Lebens, den Sinn, das mögliche Leben nach dem Tod etc. – all dies wird abgelehnt. Denn die verbreitete Meinung dazu ist: „Das sind halt Fragen, über die man nie was herausfinden kann. Dafür sind die menschlichen Erkenntnismöglichkeiten zu beschränkt.

Ich lese daher in der YOLO-Philosophie auch einen erkenntnistheoretischen Skeptizismus: Man glaubt einerseits nicht, dass der Mensch zu viel Erkenntnis fähig ist und denkt andererseits, dass das ganze Grübeln ihn dann auch davon abhält, das Hier und Jetzt zu leben, was ich ja schon angesprochen habe.

Bei Julia Engelmann wird das zu viele Nachdenken und Zweifeln ebenfalls abgelehnt:

Ich halte mich zu oft zurück –
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich.

Lust statt Zufriedenheit

Unter Zufriedenheit verstehe ich hier eine innere Grundzustand aufgrund eines ausgeglichenen Lebens. Sie stellt sich ein aufgrund eines langfristigen Prozesses, bei dem der Mensch umsichtig mit sich umgeht, einer Tätigkeit nachgeht, die ihn ausfüllt, Stress vermeidet – sozusagen eine Seelenruhe oder Glückseligkeit. Der altgriechische Begriff der eudaimonia steht dem nahe.

YOLO scheint mir eher auf „Lust“ zu zielen, d.h. auf das unmittelbare Spüren eines Glücksexzesses, indem man unter Ausschüttung von Adrenalin sich in Neuartiges und Risikoreiches stürzt. Das kommt auch in dem Ausspruch „No risk, no fun“ zum Ausdruck und insbesondere das „Gönn dir“ soll das Gewissen entlasten und dem hedonistischen Konsumverhalten den Weg bereiten. Auch hier in Verbindung mit dem YOLO: Genieß es heute, denk nicht an die Folgen, denk nicht an morgen – du hast nur dieses eine Leben, nutz es! Seelenruhe ist langweilig!

Der Ausspruch…

„Mein Dopamin, das spare ich immer –
falls ich´s nochmal brauch.“

…wird bei Julia Engelmann gewendet zu…

„Wir ham´ schon viel zu lang gewartet,
lass mal Dopamin vergeuden.“

Gegen bürgerliche Moral

Die Formel YOLO regt außerdem dazu an, die moralischen Gebote der bürgerlichen Gesellschaft vollständig abzulegen und sich nicht an ihre brave Vernünftigkeit zu halten. Dazu gehört auch, dass man jede Sorge ablegen soll, vor „der Gesellschaft“ irgendwie das Gesicht zu verlieren, also: Frei machen von gesellschaftlichen Zwängen und der Sorge, was „die anderen“ wohl von einem Denken – es gibt nur dich und dein Leben, dass du genießen sollst.


Soweit zu der Bestandsaufnahme der YOLO-Philosophie. Um sie noch besser einordnen zu können ein das Spektrum möglicher Lebensphilosophien, wird ein zweiter Beitrag die Ergebnisse nochmals zusammenfassen und anschließend einer kritischen Analyse unterziehen.

Phil Eidos


1 Jean Paul Sartre: Ist der Existenzialismus ein Humanismus, Zürich 1947, S. 14
2 Ebd., S. 16 f.

Die Entzauberung der Welt: Vom sinnlos-müden Sterben

Entzauberung der WeltEin Absatz des großen Universalgelehrten Max Weber hat mich diese Tage sehr fasziniert, da er auf für Weber untypische Weise auf die persönlichen, lebenspraktischen Konsequenzen des wissenschaftlichen Fortschritts und der Intellektualisierung eingeht.

Angefangen bei der Wissenschaft, möchte ich dann die Verbindung zu den Themen Depression, Sterben und Schlafen herstellen, die mich alle drei auf ihre Weise faszinieren, indem sie doch einen inneren Zusammenhang aufweisen.

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Gefangen im Selbst (Reflexionen zur Depression)

Sumpf_1Der Zustand der Depression ist vermutlich eines der schrecklichsten Dinge, die ein Mensch erleben kann. Er spielt eine zunehmende Rolle für die Gegenwart und sollte daher eine größere (auch philosophische) Beachtung finden.

Ich will beginnen, mich diesem Zustand in denkender (systematischer) und fühlender Betrachtung anzunähern, heute zunächst auf die aphoristisch-fühlende Weise.

Das Lied „Fade to Black“ von Metallica beschreibt den inneren Zustand eines Menschen, der in Depression versunken ist. Ich werde eine sinngemäße Übersetzung des Originaltextes vornehmen und dazu einige Gedanken zur Depression äußern. Ein gelungenes akustisches Cover des Stücks findet sich bei YouTube.

Leben zeichnet sich dadurch aus, dass es sich intentional auf etwas ausrichtet, dass es ein „Strebendes“ ist. Wie Aristoteles im Text Über die Seele darstellt, ist das erste Merkmal von Leben das „Begehren“; dies findet sich bereits bei der Pflanze, die sich begehend der Sonne zuwendet. Bei Tieren kommen dann noch die „Bewegung“ und die „Wahrnehmung“ als Merkmale unserer Lebendigkeit hinzu.

Besonders am Menschen ist nun, dass dieser das bewusste Anstreben eines Idee des glücklichen Lebens zur Notwendigkeit hat, weil ihm kein festgelegter Instinktapparat mehr sagt, wie genau er sein Leben führen soll. Mit diesem Zwang zur Freiheit muss er irgendwie umgehen.

Der Tod ist das Ende des Strebens. Wo nun befindet sich dann ein Mensch, der zwar noch lebt, jedoch gleichzeitig nicht mehr in der Lage ist, sich auf irgendetwas auszurichten, irgendetwas außerhalb seiner Selbst anzustreben, der völlig in sich selbst feststeckt, in einem ewig wiederkehrenden Kreis elender Gedanken? Der also lebt, obwohl im die entscheidende Komponente dessen, was Leben ausmacht, abhanden gekommen ist.

Ich glaube das dieses Dasein in einer Zwischenwelt von Leben und Tod die Depression ist. Der so in der Depression gefangene Mensch kann am ehesten als „untot“ bezeichnet werden: Zu lebendig, um zu sterben und zu tot, um zu leben – Gefangen im Selbst.1

Das Leben verblasst, es ist bald weg
Immer weiter, Tag für Tag
Eine Seele die in sich selbst feststeckt
Nichts zählt mehr, niemand ist da.

Der depressive Mensch ist „weltlos“: Ihm fehlt die Fähigkeit und die Kraft, sich „Welt“ zuzuwenden und damit auch die Fähigkeit, sich auf andere Menschen auszurichten, was ihn zunehmend beziehungsunfähig macht. Die fehlende Kraft, anderen etwas zu geben, kann vom Umfeld schnell als ein selbstbezogenes Verhalten gedeutet werden.

Verloren ist mein Wille zu leben
Bin unfähig der Welt noch etwas zu geben
Das Dasein hält mir nichts mehr bereit
Ich wünsche ein Ende, das mich befreit

Die schenkende Liebe setzt die Fülle voraus. Wer leer ist, kann nicht geben. Der Gedanke, dem Leben ein Ende zu setzen, ergibt sich als logische Konsequenz aus dem während der Depression erlebten Zustand tiefsten Elends.

Dinge sind nicht mehr was sie einst waren
Ich vermisse etwas in mir – nur Qual
Leblose Stille, das ist nicht real
Ich kann diese Hölle nicht weiter ertragen

Woher genau die sich ewig im Kreis drehenden negativen Gedanken kommen, vermag ich noch nicht genau zu sagen. Jedoch scheint oft ein gewisser Selbsthass damit einherzugehen und der Gedanke, das auch sonst in der Welt niemand einen leiden kann.

Es wächst in mir die Einsamkeit
Erstickt mich, kenne nur noch Leid
Die wachsende Dunkelheit beginnt zu erwachen
Ich hatte ein Selbst, es hat mich verlassen

Niemand außer mir selbst kann mich erretten doch ist es zu spät
Mir fehlt der Gedanke es überhaupt zu versuchen
Die Tage sind leer, als würden sie gar nicht existieren
Sanft umarmt mich der Tod, ich werde nun Abschied nehmen

Der letzte Abschnitt Liedes bringt einen musikalischen Schnitt: Es wirkt wie ein verzweifelter und überraschend kraftvoller Aufschrei, eine Kraft, die der Depression sonst fern ist. In Anbetracht der Hölle, die erlebt wurde, kann diese Stärke jedoch nur noch genutzt werden, um dem Willen zum Tod nachzugehen.

Wenn die Depression ein Fehlen jedes Eros ist, dann kann die Befreiung nur im Finden einer neuen Ausrichtung liegen, einer Sonne, der man sich staunend zuwenden kann, da man sie als größer als sich selbst und damit als erstrebenswert erkennt: „Der Eros besiegt die Depression“, indem er das in sich selbst feststeckende Subjekt aus sich herausreißt, hin zum Objekt seiner Liebe. Mit den Worten von Byung-Chul Han:

„Das depressive […] Subjekt versinkt und ertrinkt in sich selbst. Der Eros macht dagegen eine Erfahrung des Anderen in seiner Andersheit möglich, die den Einen aus seiner narzisstischen Hölle herausführt.“2

„Das narzisstisch-depressive Subjekt ist erschöpft und zermürbt von sich selbst. Es ist weltlos und verlassen vom Anderen. Eros und Depression sind einander entgegengesetzt. Der Eros reißt das Subjekt aus sich heraus auf den Anderen hin.“3

Immer wieder – einem Mantra gleich – spricht Han von diesem „Anderen“. Was aber kann dieses „Andere“ heute sein, das das depressive Subjekt befreit? Mit dem Tod der Metaphysik („Gott ist tot“) fehlt es heute weitestgehend an sinngebenden Quellen, die größer sind als ein Mensch… Die Metaphysik einer Umarmung erscheint da nur als ein kleiner Tropfen Erlösung in einem durch Sinnleere schon ziemlich löchrigem Fass.

Phil Eidos


1Die Benennung als untot stammt – wie viele dieser Gedanken – von Byung-Chul Han, vgl. Han, Byung-Chul: Agonie des Eros. Berlin: Matthes & Seitz, 2012., S. 37
2Han, Byung-Chul: Agonie des Eros. Berlin: Matthes & Seitz, 2012., S. 7 f.
3Ebd., S. 7

Aphorismus: Die Metaphysik der Umarmung

Gustav Klimt: "Die Umarmung"
Gustav Klimt: „Die Umarmung“

Die Umarmung ist eines der größten Zeichen der schenkenden Liebe und kann eine größere und heilsamere Wirkung haben, als jeder andere noch viel intimere Kontakt zu einer Person.

Das liegt an der Einheit, die sie wiederherzustellen scheint. Erich Fromm beschreibt die Ausgangslage des Menschen auf dieser Welt als einen Zustand der Getrenntheit, verjagt aus dem Paradies einer glückseligen Einheit:

 „Dieses Bewußtsein seines gesonderten Daseins, das Bewußtsein seiner kurzen Lebensspanne und der Tatsache, daß er ohne seinen Willen geboren ist und gegen seinen Willen sterben wird, daß er vor jenen sterben wird, die er liebt, oder daß sie vor ihm sterben werden, das Bewußtsein seiner Einsamkeit und Getrenntheit, seiner Hilflosigkeit gegenüber den Kräften der Natur und der Gesellschaft – das alles läßt seine besondere und abgetrennte Existenz zu einem unerträglichen Gefängnis werden. Er würde wahnsinnig werden, könnte er sich nicht selbst aus seinem Gefängnis befreien und es sprengen, könnte er sich nicht in dieser oder jener Form mit Menschen, mit der Umwelt vereinen.“1

Die Umarmung scheint diesen verlorenen Zustand für einen kurzen Moment aufzuheben, scheint die erste und letzte Heimat kurz zurückzugeben, wenn man die Augen schließt und sich vollständig auf sie einlässt.

Unsere Zeit ist arm an Metaphysik und damit zunehmend der Vorstellung entledigt, dass wir vollständige Verwirklichung, vollständige Einheit, finden können.

Auch wenn die gefühlte Einheit einer Umarmung nur eine kleine Illusion dieser verlorenen Einheit ist, sollten wir nicht aufhören, dieses kleine Geschenk zu verteilen. Sei es nur, um den Menschen in Erinnerung zu rufen, dass es so ein Paradies gibt.

Phil Eidos


1 Fromm, Erich: Die Kunst des Liebens. Frankfurt a.M. [u.a.]: Ullstein, 1976

Der totalitäre Prometheus… stolpert!

Ich möchte mir ein paar Gedanken zu dem Gedicht „Prometheus“ von Goethe machen. Es ist ein Werk, dass mich gleichermaßen fasziniert, sowie es mich auch philosophisch in höchstem Maße abstößt. Die tatsächliche Rolle der Figur des Prometheus will ich an dieser Stelle beiseite lassen.

Es ist der gleichsam verzweifelte, wie kräftige Ausruf, der sich voller Verachtung an einen Gott richtet, der abgelehnt wird.

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst!
Und übe, Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöh’n!
Mußt mir meine Erde
Doch lassen steh’n,
Und meine Hütte,
Die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn‘ als euch Götter!
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.

Der Ruf stammt von einem, der am Leben gelitten hat, der fast gebrochen wurde. Seine Hilflosigkeit führt ihn zu Gott. Hier spüre ich eine große, geradezu biographische, Verwandtschaft zu Nietzsche, der sich als Kind bei der Frage nach dem Bösen in der Welt an Gott wandte:

„In der That gieng mir bereits als dreizehnjährigem Knaben das Problem vom Ursprung des Bösen nach […] – und was meine damalige ‚Lösung‘ Des Problems anbetrifft, nun, so gab ich, wie es billig ist, Gott die Ehre und machte ihn zum Vater des Bösen.“

— Nietzsche: Genealogie der Moral, Vorrede

Ebenso ergeht es Goethes Prometheus:

Da ich ein Kind war,
Nicht wußte, wo aus, wo ein,
Kehrt‘ ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn drüber wär
Ein Ohr zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.

Hier beginnt der große Feldzug der Verachtung, indem der gepeinigte sich bewusst wird, dass seine Gebete Monologe sind, seine Opfer bloß Albernheiten. Indem sich sein Auge von der Sonne abwendet, stellt sich der Mensch nun selbst in den Mittelpunkt. Statt das Maß für Sinn und Glück an ein göttliches Jenseits zu knüpfen, wird beides im Diesseits geboren, durch den Menschen, als dem Maß aller Dinge: „Der Übermensch ist der Sinn der Erde“ (Nietzsche: Zarathustra’s Vorrede, 3).

Wer half mir
Wider der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du’s nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest, jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden dadroben?

Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herren und deine?

Der Glaube an Gott wird nun als die Verneinung des Lebens enttarnt. Er ist eine Herrschaft des Geistes, die den Leib verachtet, die unmittelbaren Ausdruck von Stärke und Macht negieren will:

Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehn,
Weil nicht alle Knabenmorgen-
Blütenträume reiften?

Schluss mit diesem Schöpfergott! Er ist tot und nun kann das Zeitalter anbrechen, in dem wir den Menschen selbst erschaffen, man mag ihn „Übermenschen“, „neuen Menschen“ oder wie auch immer nennen.

Hier sitz‘ ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, weinen,
Genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich!

Heinrich Füger: Prometheus bringt der Menschheit das Feuer (1817)
Heinrich Füger: Prometheus bringt der Menschheit das Feuer (1817)

Die Kraft dieser Worte sind ansteckend, auch Nietzsches Worte reißen mit, weil sie das Leben bejahen, weil sie die Lebensgeister entfesseln und der Selbstverkleinerung des Menschen entgegenwirken wollen – angeekelt von der Mittelmäßigkeit der Menschen.

Mein Hauptanliegen soll es heute nicht sein, die Kehrseite dieses Denkens darzulegen, das nur allzu nah am totalitären liegt, da allein die Willkür als Gebot geblieben ist, welche den Menschen formen kann, wie sie möchte – nach Rassen- oder Klassenkriterien. Ich glaube aber nicht einmal, dass Nietzsche sich den Übermenschen als eine dieser kollektiven Bewegungen vorgestellt hat, wie sie das 20. Jahrhundert gezeigt hat.

Entscheidend ist vielleicht vielmehr, dass der auf diese Weise sich selbst befreiende Mensch früher oder später merken wird, dass er eben doch nicht das Maß aller Dinge ist. Die Objektivität wird ihn einholen und ihm zeigen, dass sein Wille, sein Ego die Welt nicht beliebig formen kann. Man stößt auf objektive Grenzen, seien sie physisch oder geistig.

Wer objektive Hindernisse glaubt ignorieren zu können, wird stolpern und fallen. Da wird auch kein amor fati helfen, das versucht, alles unverfügbare Schicksal im Nachhinein als Ausdruck des eigenen Willens zu verklären.

Vielleicht liegt eine noch größere Stärke als die des Prometheus darin, nicht aufzuhören, nach der Wahrheit in der Welt zu suchen, eine Wahrheit, die über mich hinausgeht.

Phil Eidos

War Sokrates ein Yogi?

Heute mal einige sehr abstrakte, sehr metaphysische Gedanken – mal dem Spirituellen etwas freien Lauf lassen 🙂

Eine der größten Fragen, die mich philosophie-historisch beschäftigt ist diejenige, ob sich eine Einheit zwischen der antiken (westlichen) Philosophie Platons und der indischen Philosophie des Yoga herstellen lässt. Beide Wege sprechen meine Intuition an…

Der Yogi als der gerechte Mensch

Sokrates‘ Leben zeigt, wie die Glückseligkeit dadurch zu erreichen werden kann, dass der Mensch alle seine Seelenteile in Einklang bringt: Alle Wünsche und sich widersprechenden Bestrebungen müssen in Harmonie zueinander gebracht werden, was nur gelingen kann, wenn die erkennende Vernunft herrscht.

Die drei Seelenteile im gerechten Staat/Menschen
Die drei Seelenteile im gerechten Staat/Menschen

Die Vernunft (1. Seelenteil) ist der erkennende Teil im Menschen, der das absolute Maß des Guten zu erkennen fähig ist. Gemäß dieses Maßstabs können alle anderen inneren Begehrungen (3. Seelenteil) angeleitet werden, wobei die Kraft des Willens (2. Seelenteil) der erkennenden Vernunft zu Seite steht.

Der so lebende Mensch hat den inneren Kampf überwunden und kann ein gutes Leben führen. Er ist der „gerechte Mensch“, weil er gerecht zu sich selbst ist, indem kein Teil des selbst verleugnet oder versklavt wird – der Mensch lebt in innerer Freundschaft mit sich selbst.

Ein Mensch, der passiv lebt und unreflektiert allen seinen Trieben folgt, wird zu einem getriebenen, nimmersatten Menschen: Sei es das Streben nach Macht über andere, nach weltlichem Reichtum, nach sexueller Befriedigung. Alle diese Dinge – sobald sie erfüllt sind – schreien nach mehr. So wird man zum Menschen der Pleonexie, des „Mehrhabenwollens“. Eine Existenz, die entweder zu einer verzweifelten Zermürbtheit führt, wenn jedes Erreichen einer neuen Stufe des Besitzes von Macht, Reichtum, sexueller Befriedigung etc. mich ewig-dürstend zurücklässt, oder zur Depression, wenn ich auf die Unmöglichkeit gestoßen werde, zu erreichen, was mir mein Gott war – das Scheitern also der äußeren Ziele. Der so lebende Mensch ist der ungerechte Mensch, da er nach etwas strebt, was nicht „gut“ für ihn ist.

Mensch, regiert von der unterscheidungsfähigen Seele
Mensch, regiert von der unterscheidungsfähigen Seele

Soviel zu Platon, was aber bedeutet „Yoga“? Yoga heißt „Einheit“. Einheit von was? Wie bei Platon: Einheit aller sich widerstreitender Kräfte im Menschen; auch hier steht die richtige Lebensführung und das Streben nach der Verwirklichung der eigenen Natur im Vordergrund.

Besonders faszinierend ist, dass der indische Philosoph Mukunda Lal Ghosh (Yogananda) ebenfalls die Metapher eines Staates mit einem Herrschaftssytem nutzt, um den Zustand der Verwirklichung des Menschen darzustellen.

Heute wird die körperliche Komponente des Yoga überhöht: man praktiziert „Power-Yoga“, „Bussiness-Yoga“, „Fittness-Yoga“ etc… Yoga wird zu einem „Lifestyle“, der mit seiner Stressreduktion ein besseres Funktionieren im Job oder eine Steigerung der Gesundheit zum Ziel hat.

In der ursprünglichen Idee des (körperlichen) Yoga war aber nicht die Gesundheit das Ziel, oder das Funktionieren im Job. Vielmehr war dies nur die Vorbereitung und die Grundlage für eine geistige/seelische Entwicklung, die in der Meditation vorangetrieben werden soll – ein kranker Körper ist keine gute Grundlage dafür. Der Körper ist damit aber stets ein Mittel, kein Zweck.

Erleuchtung durch die Überwindung des Dualismus

Die Gleichnisse Platons (Sonnengleichnis, Liniengleichnis, Höhlengleichnis) zeigen den Erkenntnisweg, den der Philosoph zurückzulegen hat, hin zur höchsten Erkenntnis: der Idee des Guten.

Die Yogaphilosophie spricht von einem Dualismus, in welchem sich der Mensch befindet, einer Täuschung seines Bewusstseins (Sanskrit: माया māyā = Täuschung/Illusion). Es ist die Täuschung darüber, dass wir ein begrenztes Wesen sind, das leidet. Diese Erfahrung lässt uns die Welt einteilen in Gut und Böse, in Freude und Leiden. Die angestrebte „Erleuchtung“ bedeutet, dass man diese dualistische Einteilung der Welt erkenntnismäßig überwindet: man erkennt, dass das Gute das einzige Prinzip der Welt ist. Das Leiden, das Schlechte, das Böse in der Welt liegt ihr nicht schon zugrunde, sondern liegt nur in der unvollkommenen Erkenntnis der Welt, also in unserer Selbsttäuschung, die jedoch überwindbar ist – durch Meditation. Überwindet man die Täuschung, überwindet man auch jedes Leiden: Körper, Geist, Psyche, Seele etc. können noch so starke äußere Peinigung erfahren, der bewusste Yogi wird es spüren, ohne darunter zu leiden.

Wie beschreibt Platon seine Erkenntnis des Guten? Im Symposion gibt Diotima, die Lehrerin des Sokrates, einen kleinen Einblick in diese Erfahrung: Der Suchende, der der letzten Erkenntnis nahe kommt wird…

„…plötzlich ein Schönes von wunderbarer Art erblicken, eben jenes, Sokrates, dessentwegen alle früheren Bemühungen unternommen wurden, welches zuerst immer ist und weder entsteht noch vergeht, weder zunimmt noch abnimmt, ferner auch nicht auf der einen Seite schön, auf der anderen hässlich ist, und nicht bald schön, bald wieder nicht, auch nicht in dieser Beziehung schön, in jener hässlich, noch auch hier schön, dort hässlich, so dass es für die einen schön, für die anderen aber hässlich wäre. Auch wird sich ihm dies Schöne nicht als ein Gesicht zeigen oder als Hände oder als irgendetwas anderes, woran der Körper Anteil hat, noch auch als irgendeine Rede oder Wissenschaft und nicht als etwas, das an irgendeinem anderen ist, in einem Lebewesen oder auf der Erde oder am Himmel oder sonst an irgend etwas anderem, sondern an sich und für sich und in sich ewig in einer Gestalt.“

— Platon: Symposion, Rede der Diotima (210e)

In dem Zitat wird ein Gedanke immer wieder wiederholt, stets in etwas verschiedener Form: der Gedanke, dass die dualistische Sichtweise der Welt überwunden werden kann, indem man ein Schönes erblickt, das keine Kehrseite bereithält. Ein Absolutes, wie auch die Einheit des Yoga.

Nicht-intellektualistischer Erkenntnisweg

Bei alledem geht Sokrates/Platon einen selbst für die heutige westliche Philosophie sehr nicht-intellektuellen Erkenntnisweg: Erkenntnis kann nicht auswendig gelernt werden, sie ist kein einfaches Wissen, das man studieren kann, keine Lehre, die man einfach nachahmen kann.

Hier tun sich mir aber die größten Zweifel auf, was die Gemeinsamkeit der Yoga-Philosophie und der platonischen Philosophie angeht. Zwar ist Platon kein Intellektualist und die letzte Erkenntnis beruht nicht auf Lehre und Sprache, dennoch wird der Dialog, die Sprache, die Logik aber als Mittel genutzt, um zur nicht-sprachlichen Erkenntnis zu gelangen.

Die Methode des Yoga ist dagegen eine der unmittelbar schauenden Erfahrung durch den kontemplativen Zustand der Meditation. Bestimmte Techniken (die selbstverständlich auch auf einer Logik basieren müssen) können durch längere Praxis den Geist verändern, das Bewusstsein in der Welt verändern, so den Dualismus überwinden und zur Erkenntnis der Einheit, des Absoluten gelangen. Zwar wird das Studium von Schriften nahegelegt und auch in der Mathematik hat die indische Kultur beeindruckendes geleistet, dennoch ist der Schwerpunkt verschieden.

Ich bin unsicher, ob der Yoga-Weg aus der platonischen Perspektive als fehlgeleitete Mystik zu betrachten wäre, oder ob er sich nur graduell unterscheidet.

Der Anfang: Erfahrung des Mangels

Was ist der Anfang allen Suchens in beiden Philosophien? Es ist die Erkenntnis, dass etwas fehlt. Ich suche erst, wenn ich spüre, dass es mir an etwas mangelt. Der gefährlichste Zustand ist wohl der, bei dem der Mensch einem falschen Ziel so überzeugt nachläuft, dass das Bewusstsein für die Falschheit erst kommt, wenn er mit vollem Tempo gegen die Wand läuft. Dies äußert sich oftmals in allen Formen von Lebenskrisen, die heute omnipräsent sind: Depression, Burn-Out (wie oben bereits beschrieben)…

Yogananda, als Verterter der Yoga-Philosophie, schreibt dazu:

„Die meisten Menschen ahnen gar nicht, welche Folgen sich ergeben, wenn sie unter dem Einfluss schlechter Gewohnheiten handeln – bis sie dann plötzlich unter unerträglichen körperlichen Schmerzen oder herzzerbrechendem Kummer leiden. Schmerz und Leid zwingen den Menschen – leider viel zu spät – dazu, nach der Ursache seiner gegenwärtigen Lage zu forschen.“

— Yogananda: Die Bhagavad Gita (Kommentar), S. 37

Selbst Nietzsche, den man in solch metaphysischen Gefilden kaum erwarten würde, drückt mit seiner gewohnt heftigen Sprache immer wieder den Gedanken aus, dass die Erkenntnis des eigenen Mangels Voraussetzung für jede Weiterentwicklung ist:

„Wehe! Es kommt die Zeit des verächtlichsten Menschen, der sich selber nicht mehr verachten kann.“

— Nietzsche: Zarathustra, Vorrede, 5

Die Selbstverachtung heißt hier, den Ist-Zustand noch nicht als den letzten und höchsten zu begreifen, wenn er es nicht tatsächlich ist. Der letzte Mensch ist der, der in der Mittelmäßigkeit verharrt, bis ihm der Stillstand erstickt.

Wir sollten wohl nicht erst nach dem wahrhaft gutem Leben zu suchen beginnen, wenn wir zerbrochen am Boden liegen, sondern –  durch stetige Reflexion – so früh wie möglich und mit den besten Startbedingungen auf die Suche gehen.

Phil Eidos